Rasen für den Winter fit machen
Rasenpflege ab September: Die ersten Herbstmonate September und Oktober sind eine entscheidende Zeit für die Rasenpflege vor den kalten Wintermonaten. Die Temperaturen sind im September und Oktober meist noch mild, der Boden warm genug, und die Vegetation beginnt sich allmählich zurückzunehmen. Wer jetzt richtig handelt, sorgt für einen kräftigen, gesunden Rasen, der auch Frost, Nässe und Winterstress gut übersteht. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie beim Herbstdünger, Rasenmähen und Nachsäen achten sollten – und welche weiteren Schritte helfen, kahle Stellen zu behandeln.
Warum der September und Oktober so wichtig sind
- Der Boden ist nach dem Sommer noch recht warm, was den Wachstum der Wurzeln stärkt.
- Die Nächte werden zwar spürbar kühler und das Wachstum des Rasens verlangsamt sich, dennoch es ist noch genug Zeit für Rasen-Reparaturen vor dem bevorstehenden Winter.
- Die Feuchtigkeit steigt an, da es zu mehr Niederschlag und Tau kommt, das begünstigt die Keimung. Zudem werden so Nährstoffe vom Boden und Wurzelwerk besser aufgenommen.
Die drei Kernpunkte der Rasenpflege ab September
1. Herbstdünger – der letzter Nährstoffschub vor dem Winter:
Der Herbstdünger sollte speziell zusammengesetzt sein und zu einem optimalen Zeitpunkt angewendet werden.
Doch was macht den Herbstdünger so besonders?
- Herbstdünger enthält weniger Stickstoff und dafür mehr Kalium (K): Kalium stärkt die Zellwände, erhöht den Frostschutz und mindert mögliche Krankheiten.
- Herbstdünger enthält oft auch Spurenelemente wie Eisen, welches die Farbe und Vitalität des Rasens stärkt.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
- Idealer Zeitpunkt für Herbstdünger ist zwischen September und Anfang Oktober.
- Düngen sollten Sie spätestens, wenn der Frost in den Nächten näher rückt und damit der Boden kühler wird.
Wie und wie viel anwenden?
- Menge: Etwa 30–40 Gramm pro Quadratmeter bei typischem Herbstdünger; bei organisch-mineralischen Mischungen können ggf. höhere Mengen erforderlich sein.
- Dünger gleichmäßig verteilen, idealerweise vor einer bevorstehenden Niederschlagsphase, damit der Rasen feucht ist. Alternativ können Sie den Rasen nach dem Düngen auch bewässern.
2. Rasenmähen – die richtige Schnitthöhe & der letzte Schnitt:
Der Schnitt im Herbst unterscheidet sich ein wenig von dem Sommer-Schnitt, denn er das Ziel ist nicht primär das Wachstum des Rasens, sondern die Förderung der Gesundheit des Rasens.
Schnitthöhe:
- Zierrasen: Ca. 4-5 cm
- Gebrauchsrasen: Ca. 5 cm
- Schattenrasen: Ca. 5-9 cm (längere Grashalme sorgen dafür, dass der Boden nicht zu stark auskühlt)
Letzter Schnitt vor dem Winter:
- Der letzte Schnitt des Rasens sollte erfolgen, wenn das sich das Wachstum des Rasens deutlich verlangsamt.
- Außerdem sollte der Schnitt vor bevorstehenden Frost-Phasen erfolgen. So hat der Rasen ausreichend Zeit, sich zu festigen.
Hinweis:
Die Mähmesser sollten scharf sein, damit die Grashalme nicht rausgerissen und stattdessen richtig geschnitten werden, das schützt vor möglichen Krankheiten.
3. Nachsäen – kahle Stellen rechtzeitig behandeln:
Kahle oder lückige Stellen können bedingt durch einen heißen Sommer, eine intensive Nutzung oder auch Krankheiten auftreten. Werden diese Stellen jetzt repariert, kann der neue Rasen bereits vor dem Winter Wurzeln bilden, so wird Ihr Rasen im Frühjahr dichter.
Wann nachsäen?
- Der September ist der ideale Zeitpunkt zum Nachsäen: Der Boden ist noch warm genug, Keimung erfolgt daher gut, und es gibt ausreichend Feuchtigkeit durch Niederschlag.
- Wenn der September kälter oder trocken ist, als gewöhnlich, dann sollte spätestens Mitte Oktober die Nachsaat erfolgen.
Vorbereitung des Bodens:
- Den Boden lockern und alte Rasensodenreste entfernen.
- Boden ebnen und mit Rasenerde auffüllen, damit die Saat sich gut mit dem Boden verbinden kann und Wurzeln entstehen
Saatgut & Aussaat:
- Saatgut passend zum Rasentyp wählen (Schattenrasen, Spielrasen, Zierrasen etc.).
- Saat gut andrücken (z. B. mit einem Brett) damit die Samen nicht nur auf Grashalmen liegen, sondern auch Bodenkontakt bekommen.
- Rasen anschließend leicht bewässern, damit Oberfläche nicht austrocknet, bis die neuen Gräser sichtbar auflaufen.
Weitere wichtige Maßnahmen & Tipps
Neben Dünger, Mähhöhe und Nachsaat gibt es noch weitere Aspekte, die Sie nicht vernachlässigen sollten:
Laub entfernen:
Fallendes Laub, Äste etc. regelmäßig beseitigen, das ist wichtig, damit Licht & Luft an den Boden gelangen kann und kein Schimmel entsteht.
Bewässerung:
Auch wenn es kühler wird – bei trockener Witterung weiterhin den Rasen bewässern, bis der Boden feucht genug ist (gerade bei frischer Nachsaat)
Pilz- und Moosbekämpfung:
Schatten und Feuchtigkeit begünstigen das Wachstum von Moos; gegebenenfalls Rasen vertikutieren und üften)
Werkzeugpflege:
Mähmesser regelmäßig schleifen und die Geräte reinigen, damit die Grashalme nicht beschädigt werden beim Mähen.
Fazit zur Pflege des Rasens ab September
Der Herbst – vor allem der September – aber auch noch der Oktober bietet eine gute Möglichkeit, Ihren Rasen fit für den Winter zu machen. Mit der richtigen Herbstdüngung, angepasstem Mähen und sorgfältiger Nachsaat lassen sich kahle Stellen schließen und die Widerstandskraft gegen Kälte, Feuchtigkeit und Krankheiten deutlich verbessern. Wenn Sie konsequent diese Maßnahmen umsetzen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Rasen im Frühling dichter, gesünder und ohne Moos wieder aufwacht.
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